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Suchers Leidenschaften: Ödön von Horváth

Lesung mit Sebastian Blomberg, Lilly Gropper und C. Bernd Sucher

Ödön von Horváth wird am 9. Dezember 1901 in Fiume (heute Rijeka) als Sohn eines ungarischen Diplomaten geboren. Er macht das Abitur in Wien und beginnt ein Studium der Theaterwissenschaften und Germanistik in München. Die Familie hat ein Landhaus in Murnau und Horváth stellt dort den Antrag auf deutsche Staatsbürgerschaft. Dieser wird von der Regierung von Oberbayern 1928 abgelehnt, vermutlich wegen des mangelnden geregelten Einkommens des Schriftstellers. 1931 erhält er auf Vorschlag von Carl Zuckmayer den Kleist-Preis und sein Drama “Geschichten aus dem Wiener Wald“ wird uraufgeführt. Nach einer Auseinandersetzung mit Nationalsozialisten zieht er 1933 nach Berlin. 1935 wird Horváth von der Gendarmeriestation Murnau als „Flüchtling der nationalen Erhebung“ gemeldet. Weil seine Stücke in Deutschland nicht mehr aufgeführt werden, verschlechtert sich Horváths finanzielle Situation zusehends. Erst 1937, als sein Roman "Jugend ohne Gott" in Amsterdam erscheint, kann er wieder einen größeren Erfolg verzeichnen, aber bereits 1938 wird der Roman in die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums aufgenommen. Ödön von Horváth übersiedelt nach Wien, flieht aber nach der Besetzung Österreichs nach Budapest. Es folgen Aufenthalte in der Tschechoslowakei, Zürich und Amsterdam. Am 1. Juni wird Ödön von Horváth in Paris auf den Champs-Élysées durch einen herabstürzenden Ast getötet und am 7. Juni in Paris bestattet. Sein Leben und Werk stellen der Schauspieler Sebastian Blomberg, Ensemblemitglied des Residenztheaters, die Schauspielstudentin Lilly Gropper und C. Bernd Sucher in Texten und biografischen Skizzen vor.

 

Tickets:

Preise € 19 / erm. € 8
Sonntag, 26. Februar 2012
Beginn: 11:00 Uhr
Veranstalter: Bayerische Theaterakademie

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